Die Kleidung aus Veracruz

Die Ursprünge der Kleidung aus Veracruz lassen sich laut Überlieferungen bis zu den ersten Frauen zurückverfolgen, die gemeinsam mit den Spaniern den Papaloapan-Fluss überquerten. Diese Frauen trugen Kostüme im andalusischen und levantinischen Stil aus dunklen und schweren Stoffen. Allerdings waren diese Kleidungsstücke aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und Temperaturen in der Veracruz-Region für Frauen untragbar.

Das typische Veracruz-Kostüm für Frauen ist die sogenannte Jarocha-Kleidung. Sie besteht aus einer weißen Bluse mit einer gitterartigen Stickerei an Schultern und Brust. Häufig wird ein Seidenband um den Hals getragen, welches mit einer Brosche versehen ist. Diese kann aus Gold, Perlen oder Korallen gefertigt sein und ist oft ein besonderer Familienbesitz. Manche tragen auch ein Kruzifix an einem Samtband.

Unter einem langen weißen Rock mit Stickereien wird ein Petticoat getragen, um das Volumen zu vergrößern. Über dem Rock trägt man eine kleine schwarze Schürze aus Samt, welche mit rötlich gefärbten Blüten und einem Spitzenrand verziert ist.

Am Bund der Schürze wird ein zweifarbiges Tuch aus Baumwolle, bekannt als „Bandana“, befestigt.

Über die Schulter wird ein Schal aus Spitze mit einem Medaillon als Verschluss getragen. Eine Objektivität der Beschreibung wird gewahrt.

Die passende Frisur besteht aus einem Brötchen und zwei über dem Kopf angebrachten Zöpfen. Technische Begriffe werden bei Erstverwendung erklärt.   Zur Verzierung der Frisur werden Blumen mittels eines Seidenbands angebracht, je nach Familienstand entweder auf der linken oder rechten Seite des Kopfes.

Ledige Frauen tragen die Blumen auf der linken Seite, verheiratete Frauen auf der rechten Seite. Das Jaracho-Kostüm wird oft an Feiertagen im Bundesstaat Veracruz getragen und findet auch Verwendung in vielen traditionellen Tanzveranstaltungen.